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Malta



1 EINLEITUNG

Malta, Republik im britischen Commonwealth. Malta besteht aus einer Reihe von Inseln – Malta, Gozo, Comino, Cominotto und Filfla – im Mittelmeer südlich von Sizilien. Mit einer Fläche von 246 Quadratkilometern ist Malta die größte Insel; die Fläche Gozos beträgt 67 Quadratkilometer, und Comino umfasst drei Quadratkilometer. Die Gesamtfläche Maltas beläuft sich auf 316 Quadratkilometer. Hauptstadt und wichtigste Hafenstadt ist Valletta

2 LAND

Die Inselgruppe markiert den Rest einer früheren Landverbindung zwischen Europa und Afrika. Die Topographie der Inseln zeichnet sich durch ein verhältnismäßig niedriges Höhenniveau aus; die höchste Erhebung liegt 253 Meter über dem Meeresspiegel im Südwesten der Hauptinsel Malta. Aufgrund des anstehenden Kalkgesteins sind Karsterscheinungen weit verbreitet. Wegen der Wasserlöslichkeit dieses Gesteins gibt es kaum oberirdische Gewässer.

In Malta herrscht ausgesprochenes Mittelmeerklima mit heißen, trockenen Sommern und milden, feuchten Wintern. Die mittleren Temperaturen liegen im Januar bei 11 °C, im Juli bei 25 °C. Der durchschnittliche Jahresniederschlag beträgt etwa 560 Millimeter; der überwiegende Teil des Niederschlags fällt im Winter.

Die knappen Wasserressourcen entwickeln sich vor allem aufgrund des zunehmenden Tourismus zu einem immer drängenderen Problem. Durch kostspielige Meerwasserentsalzungsanlagen wird dem Problem mittlerweile entgegengewirkt; die Versuche, über die Preispolitik den Wasserverbrauch etwa in Landwirtschaft und Industrie zu beschränken, erwiesen sich allerdings als erfolglos.

Die unter den trockenen Bedingungen vorherrschende Vegetationsform ist die Garigue (siehe Macchie). Diese ursprüngliche Vegetation ist jedoch weitgehend den von Menschen eingeführten Pflanzen gewichen. Dazu gehören Aleppokiefern, Johannisbrotbäume, Ölbäume, Feigenkakteen und Agaven. Die relativ artenarme Tierwelt umfasst u. a. Kaninchen, Nagetiere, Fledermäuse, Marder und Eidechsen. Die früher artenreiche Vogelwelt wurde durch Jagd stark dezimiert. Selbst die Blaumerle, der Nationalvogel, ist mittlerweile vom Aussterben bedroht.

3 BEVÖLKERUNG

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 403 000 (2004), was einer durchschnittlichen Bevölkerungsdichte von 1 257 Personen pro Quadratkilometer entspricht. Die Bevölkerung ist ethnisch überaus homogen zusammengesetzt; rund 96 Prozent der Bewohner sind Malteser (Nachkommen phönizischer, normannischer, arabischer und italienischer Eroberer). Daneben gibt es britische und italienische Minderheiten. Der Anteil der städtischen Bevölkerung beträgt 90 Prozent.

Die bedeutendsten Städte sind Birkirkara (21 600 Einwohner), Qormi (18 000 Einwohner), Mosta (17 300 Einwohner), ein Geschäfts- und Marktzentrum, Sliema (12 200 Einwohner), das stark vom Fremdenverkehr geprägt ist, und die Hauptstadt Valletta (7 000 Einwohner).

Die Amtssprachen sind sowohl Englisch als auch Maltesisch (seit 1934), dessen Wortschatz auf dem Arabischen basiert, das lautlich vom Lateinischen und Griechischen beeinflusst ist und dessen Alphabet und Grammatik vom Lateinischen abgeleitet ist. Auch Italienisch ist verbreitet. 93 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum katholischen Glauben; darüber hinaus leben auch Anglikaner und Angehörige weiterer Glaubensgemeinschaften im Land.

Ein Sozialsystem, das auch heute noch Gültigkeit besitzt, wurde 1921 eingeführt und in den neunziger Jahren vor allem im Rentenbereich ausgebaut. Das Gesundheitswesen wurde während der vergangenen Jahrzehnte umfassend erweitert. Die mittlere Lebenserwartung liegt für Männer bei 76,1 Jahren und für Frauen bei 81,3 Jahren (2004).

4 BILDUNG UND KULTUR

Das Bildungssystem orientiert sich am britischen Vorbild. Es herrscht 11-jährige Schulpflicht; der Schulbesuch ist kostenfrei. Die Universität von Malta in Msida wurde 1592 gegründet und 1980 neu strukturiert. Der Alphabetisierungsgrad konnte auf 93,1 Prozent (2004) angehoben werden.

Tempelanlagen und Gräber aus der späten Steinzeit sind noch heute auf Malta erhalten. Prägend für das Gesamtbild sind allerdings die Kirchen- und Festungsanlagen, die während der Johanniterzeit (ab dem 16. Jahrhundert) entstanden sind. In dieser Zeit wurden Maler und Baumeister aus Italien auf die Insel geholt, die einen starken Einfluss auch auf einheimische Baumeister ausübten.

5 VERWALTUNG UND POLITIK

Nach der Verfassung von 1964, die 1974 grundlegend und erneut 1987 geändert wurde, ist Malta eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der vom Parlament für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählte Präsident. Oberstes Legislativorgan ist das Parlament, dessen 65 (maximal 69) Mitglieder in allgemeiner Wahl nach dem Verhältniswahlrecht für fünf Jahre bestimmt werden. Regierungschef ist der vom Präsidenten ernannte Premierminister; er stammt aus den Reihen der Parlamentsabgeordneten und ist dem Parlament verantwortlich. Bedeutendste politische Gruppen sind die Nationalist Party (Partit Nazzjonalista, PN) und die Labour Party (Partit tal-Haddiema, MLP).

Malta wird verwaltungsmäßig in sechs Bezirke und 60 Gemeinden gegliedert. Höchste juristische Instanzen sind das Oberste Gericht und das Verfassungsgericht. Neben maltesischem Recht gilt britisches und römisches Recht.

6 WIRTSCHAFT

Für die Wirtschaft Maltas ist der Tourismus die bedeutendste Einnahmequelle. Das ausgesprochene Mittelmeerklima und diverse historische Sehenswürdigkeiten locken alljährlich Hunderttausende von Besuchern auf die maltesischen Inseln. Allein 1998 besuchten etwa 1,2 Millionen Auslandsgäste die Inseln und brachten Einnahmen im Wert von umgerechnet 104,6 Millionen Euro. Im Fremdenverkehr und anderen Bereichen des Dienstleistungssektors sind circa 72 Prozent aller Erwerbstätigen beschäftigt.

Etwa 26 Prozent aller Erwerbstätigen arbeiten in der Industrie. Hier sind vor allem Schiffsreparaturen in staatseigenen Werften (z. B. in Valletta) von wirtschaftlicher Bedeutung. Zum produzierenden Gewerbe gehören die Verarbeitung von Nahrungsmitteln, das Verlags- und Druckereiwesen sowie die Herstellung von Textilien und Kleidung, Möbeln und Holzwaren, Tabakwaren, Transportfahrzeugen (insbesondere Schiffen), Maschinen, Gummi- und Kunststoffwaren sowie chemischen Stoffen.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft hat im Lauf der Zeit abgenommen. Seit Jahren sind rund 2 Prozent der Erwerbstätigen in diesem Sektor beschäftigt. Zwar werden 31,3 Prozent des Landes landwirtschaftlich genutzt, aber aufgrund der in vielen Regionen schwer zu bearbeitenden Böden und der hohen Bevölkerungsdichte müssen zusätzlich Lebensmittel importiert werden. Zu den wichtigsten Anbauprodukten gehören Kartoffeln, Tomaten, Melonen, Weizen, Zitrusfrüchte und Blumen. In geringerem Umfang werden Geflügel-, Kaninchen-, Rinder-, Ziegen- und Schafzucht betrieben. Das Fischereiwesen wurde in den vergangenen Jahrzehnten gezielt ausgebaut. Das Straßennetz hat eine Länge von rund 1 500 Kilometern; auf Malta herrscht Linksverkehr. Der Tiefwasserhafen von Valletta ist gut ausgebaut. Nahe der Hauptstadt befindet sich ein internationaler Flughafen.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 3 870 Millionen US-Dollar (2002; Dienstleistungen 62 Prozent, Industrie 34,9 Prozent, Landwirtschaft 3,2 Prozent); daraus ergibt sich ein BIP pro Kopf von 9 750 US-Dollar. Die Wachstumsrate liegt bei durchschnittlich 4,39 Prozent, die Inflationsrate ist negativ und liegt bei -2,77 Prozent (1990–2002). Die Handelsbilanz ist negativ. Zu den wichtigsten Exportgütern gehören u. a. Fahrzeuge und Maschinen, Fertigerzeugnisse und Halbwaren. Importiert werden vor allem Maschinen, Textilien, chemische Erzeugnisse, Roh- und Brennstoffe sowie Nahrungsmittel. Die wichtigsten Handelspartner sind Italien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, die Vereinigten Staaten und Libyen. Die Währungseinheit in Malta ist die Maltesische Lira (Lm) zu 100 Cents (c).

7 GESCHICHTE

Die zahlreichen Monumente und Ruinen auf Malta sind Zeugen einer glanzvollen Vergangenheit. Die Inseln waren zunächst Kolonie der Phönizier; 736 v. Chr. wurden sie von den Griechen besetzt, welche die Kolonie Melita nannten. Danach fiel Malta zunächst unter die Herrschaft Karthagos und später Roms. Bei der Teilung des Römischen Reiches im Jahr 395 n. Chr. kam Malta zu Ostrom; 870 wurden die Inseln schließlich von den Arabern besetzt. 1090 geriet Malta unter normannische Herrschaft; später wurde es zu einem Lehen des Königreiches Sizilien. 1530 gab Kaiser Karl V. Malta dem Johanniterorden (auch Hospitaliter genannt) zu Lehen, der die Inseln bis zum 19. Jahrhundert beherrschte. Nach einer berühmten, wenngleich erfolglosen Belagerung durch die Osmanen im Jahr 1565 umgaben die Ritter die Stadt Valletta mit Befestigungsanlagen, die zu den stärksten im gesamten Mittelmeerraum gehörten.

7.1 Britische Herrschaft

Im Jahr 1798 eroberte Napoleon die Inseln im Rahmen seines Ägyptenfeldzuges. Da die Malteser die französische Herrschaft ablehnten, suchten sie bei den Briten um Hilfe nach; 1799 belagerte der britische Admiral Horatio Nelson Valletta und erzwang so den Rückzug der Franzosen. 1814 wurde Malta im Rahmen des Friedens von Paris als Kronkolonie Teil des Britischen Weltreiches. Im Lauf des 19. Jahrhunderts forderten die Malteser immer nachdrücklicher das Recht auf Selbstverwaltung. 1921 gewährten die Briten der Kolonie im Gegenzug für die Hilfsleistungen während des 1. Weltkrieges eine Verfassung, die eine gewählte Kommunalverwaltung vorsah. Aufgrund der strategisch wichtigen Lage waren sämtliche Mittelmeermächte an Malta interessiert, allen voran Italien. Im Jahr 1936 machten die Briten aufgrund des zunehmend stärkeren italienischen Einflusses auf der Insel die Verfassung rückgängig. Während des 2. Weltkrieges war Malta fast täglich deutschen und italienischen Luftangriffen ausgesetzt; 1942 verlieh Georg VI., König von Großbritannien und Nordirland, der gesamten maltesischen Bevölkerung das George Cross in Anerkennung ihrer tapferen Verteidigungsleistungen.

7.2 Unabhängigkeit

Am 1. November 1961 wurde Malta Selbstverwaltung in inneren Angelegenheiten gewährt. Die Labour Party trat im Wahlkampf vor den ersten nationalen Wahlen für eine Unabhängigkeit außerhalb des Commonwealth ein, während die andere große Partei, die Nationalisten, die Unabhängigkeit innerhalb des Commonwealth anstrebten. Die Nationalisten konnten sich bei den Wahlen schließlich durchsetzen, und der Parteivorsitzende George Borg Olivier wurde erster Premierminister. Am 21. September 1964 wurde Malta unabhängig und am 1. Dezember Mitglied der Vereinten Nationen.

7.3 Die Regierung Mintoff

Bei den Wahlen im Juni 1971 unterlag die Nationalist Party von Olivier der Labour Party; neuer Premierminister wurde Dominic (Dom) Mintoff. Im Jahr 1974 wurde Malta zu einer Republik innerhalb des Commonwealth.

In den folgenden Jahren tendierte die Regierung Mintoff immer mehr nach links und trug damit zur Polarisierung der Gesellschaft bei. Nachdem die Regierung Maltas Neutralität und Bündnisfreiheit erklärt hatte, weigerte sie sich 1979, einen Vertrag zur Nutzung militärischer Einrichtungen durch Großbritannien zu verlängern. Ende der siebziger Jahre arbeitete Malta eng mit Libyen zusammen; 1980 wurden die Beziehungen aber aufgrund eines Konflikts über die Bohrrechte in den erdölreichen Gewässern des Mittelmeeres erheblich gestört. Im Dezember 1981 wurde die Regierung Mintoff zum dritten Mal für eine fünfjährige Legislaturperiode im Amt bestätigt. Im Dezember 1984 trat Mintoff zurück; Nachfolger wurde sein Bildungsminister Carmelo Mifsud-Bonnici. Nach 16 Jahren in der Opposition gelang es den Nationalisten, die Wahlen vom Mai 1987 zu gewinnen; Premierminister wurde der Parteichef der Nationalist Party, Edward Fenech Adami. Die Partei konnte ihre Mehrheit auch in den Wahlen vom Februar 1992 halten.

Im Jahr 1990 erneuerten Malta und Libyen ihren Vertrag zur bilateralen Zusammenarbeit, der bis 1995 befristet war. 1990 stellte Malta einen Antrag auf Vollmitgliedschaft in der Europäischen Gemeinschaft. Der Antrag wurde jedoch 1993 von der Europäischen Union (EU) abgelehnt; wichtigster Grund war die geringe Größe des Staates. Im April 1995 trat Malta dem NATO-Programm „Partnerschaft für den Frieden” bei.

7.4 Jüngere Entwicklungen

Im Oktober 1996 erreichte die oppositionelle Labour Party bei den Parlamentswahlen die Mehrheit und löste die Nationalist Party als stärkste politische Kraft ab. Neuer Ministerpräsident wurde Alfred Sant, der Vorsitzende der Labour Party. Er erklärte unmittelbar nach Amtsantritt den Austritt Maltas aus dem NATO-Programm „Partnerschaft für den Frieden” und zog im November 1996 die Bewerbung des Landes um eine Mitgliedschaft in der EU zurück. Die Parlamentswahlen im September 1998 gewann wieder die Nationalist Party, Ministerpräsident wurde wieder Adami. Noch im selben Monat erneuerte Malta seine Bewerbung um eine Mitgliedschaft in der EU. Im April 1999 wurde Guido de Marco von der Nationalist Party zum neuen Staatsoberhaupt gewählt.

Im Februar 2000 nahm die EU offiziell die Beitrittsverhandlungen mit Malta auf, und im Dezember 2002 beschloss der Europäische Rat die Aufnahme des Landes in die EU zum 1. Mai 2004. Im März 2003 entschied sich auch die Bevölkerung Maltas in einem Referendum mit 53,6 Prozent der abgegebenen Stimmen für einen Beitritt ihres Landes zur EU, obwohl die nach wie vor starke Labour Party dafür geworben hatte, den Beitritt abzulehnen.

Aus den vorgezogenen Parlamentswahlen im April 2003 ging erneut die Nationalist Party als stärkste Kraft hervor; sie gewann 35 der insgesamt 65 Mandate, die Labour Party gewann die restlichen 30. Das Wahlergebnis wurde als Bestätigung der EU-Politik Adamis gewertet. Im März 2004 trat Adami, wie schon einige Zeit zuvor angekündigt, als Ministerpräsident zurück, und zwar aus Altersgründen. Sein Nachfolger wurde der bisherige stellvertretende Ministerpräsident Lawrence Gonzi. Wenig später wurde Adami zum Nachfolger des aus dem Amt scheidenden Staatspräsidenten Guido de Marco gewählt.

Am 1. Mai 2004 wurde Malta zusammen mit neun weiteren Staaten in die EU aufgenommen.



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